Presse-Info

Auf der ganzen Welt haben am Samstag in mehr als 600 Städten Menschen am “March for Science” teilgenommen, allein in Deutschland gingen Zehntausende für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung auf die Straße.

Der “March for Science” in Deutschland: Insgesamt demonstrierten etwa 37.000 Teilnehmer in 22 Städten – rund 11.000 Teilnehmer kamen zur größten Kundgebung in Berlin, genau 67 zur kleinsten auf der Nordseeinsel Helgoland.

In folgenden Städten fanden Kundgebungen statt (Teilnehmerzahl in Klammern): Berlin (11.000), Bonn (1.500), Dresden (2.000), Espelkamp (50) Frankfurt/M.(2.500), Freiburg (2.500), Göttingen (2.500), Greifswald (400), Hamburg (1.500), Heidelberg (1.500), Jena (1.000), Kassel (200), Koblenz (50), Kiel (250), Leipzig (1.200), München (4.500), Münster (1.500), Rostock (250), Stutgart (400), Trier (150), Tübingen (2.700) sowie auf Helgoland (67).

Detaillierte Informationen zu jeder Veranstaltung finden Sie hier:

http://marchforscience.de/auch-in-deiner-stadt/

Der March for Science ist eine unabhängige Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, auf die Gefahren durch populistische Tendenzen hinzuweisen und für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung auf der ganzen Welt zu demonstrieren. Nahezu alle wichtigen Wissenschaftsinstitutionen wie die Max-Planck-Gesellschaft, der DAAD oder die Helmholtz-Gemeinschaft hatten im Vorfeld ihre Unterstützung erklärt (die vollständige Liste finden Sie hier: http://marchforscience.de/unterstuetzer/). Die Vorstände vieler dieser Institutionen waren als Redner bei den unterschiedlichen Kundgebungen zu hören.

In Berlin erklärte der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler. “Die Freiheit der Wissenschaft ist derzeit in vielen Ländern in Gefahr. Insbesondere die Entwicklungen in der Türkei und in Ungarn beunruhigen mich.” Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, sagte in München: “Wissenschaftsfreiheit ist ein Grundrecht – wie Presse- und Meinungsfreiheit. Es geht uns etwas an, was am Bosporus oder in USA geschieht.”

Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), Margret Wintermantel, verwies in Bonn auf die gegenseitige Verpflichtung von Wissenschaft und Gesellschaft: “Wissenschaft braucht gute Bedingungen und Freiheit, um die hohen Erwartungen erfüllen zu können, die zu Recht an sie gestellt werden.”

Auch zahlreiche Vertreter der Politik, wie der Berliner regierende Bürgermeister Michael Müller oder die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić, die in Göttingen sprach, waren als Redner vertreten.
In Bonn erklärte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze: „Wir können nur als Demokratie bestehen, wenn wir freie Forschung wertschätzen.“ Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, Theresia Bauer, sagte auf der Kundgebung in Heidelberg: “Wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten sind essentiell für rationale Debatten und Entscheidungsfindung. Die liberale Demokratie ist auf selbstbewusste und weltoffene Wissenschaft angewiesen, deren Freiräume und Unabhängigkeit wir schützen müssen.” Auch ihre sächsische Amtskollegin Eva-Maria Stange erklärte in Dresden: “Wissenschaft braucht Pluralismus und pluralistische Demokratie braucht Wissenschaft.”

 

Hier gibt es Fotos von den Marches für die Presse/Click here for press photos from the Marches